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Eigentlich hatte alles wie immer angefangen. Wir wollten zum VG Treffen in den Odenwald. Und eigentlich fing alles wie immer an. Viele Mails, bis das alles allen klar war, wir kamen wie immer zu spät und unsere Moppeds sahen aus als wollten wir unseren Hausstand mitnehmen.

Naja, fast wie immer, den die beste Sozia von allen, fuhr das erstemal mit dem BMW Gespann mit zum Treffen. Nein nicht das erste Treffen, aber das erste mal mit dem eigenen Gespann. Eigentlich war schönes Wetter vorrausgesagt, eigentlich. Aber morgens am vereinbarten Treffpunkt war es ganz schön schattig. Der Nebel ließ einen ganz schön schlecht (aus)sehen. So wurde dann erst mal getankt und ab gings Richtung Bayern. 

Unsere zwei jüngsten waren in der roten Q untergebracht, unser großer, der sichtlich stolz war, machte es sich im EML Tour bequem. Die ersten Kilometer ging dann auch alles gut, bis dann ein BMW Dosenfahrer meinte Silvia abzudrängen. Die war aufgrund ihrer 2 wöchigen Gespannerfahrung mehr wie überfordert. Dazu kam noch ein Stauende, das sie viel zu spät bemerkte. Da ich schon im Spiegel gesehen hatte was passiert war, wartete ich mit 2 Fingern an der Kupplung auf den Einschlag. Zum Glück kam nur der Kotflügel an meinen Koffer, mehr war zum Glück nicht passiert. Der Schreck saß allerdings erst einmal tief. Deshalb weiterfahren bis zur nächsten Raststätte, da war dann auch der größte Schreck schon vorbei. Der Ärger über den Ar..... von Dosenfahrer war immer noch gewaltig. 

Aber erst einmal die auf uns wartenden Gespannfahrer begrüßt. Nach einer Zigarette und einem Kaffee ging es dann weiter über Landstraßen. Praktischerweise war die nächste Ausfahrt kurz hinter der Raststätte, denn der Stau stand schon bis zur Raststätte. 

So sind wir dann über Landstraßen den Rhein entlang gebummelt. Die gegenüberliegenden Hänge sahen aus wie ein riesiger grüner Teppich, der Rhein floss gemütlich vor sich hin, der Planet brannte was das Zeug hielt, kurzum es war perfekt..........  Dann kam erst einmal eine Baustelle, so nach einer Std. waren wir durch, bei 30° und voller Montur.....herrlich. 

Also wurde an der nächsten Tanke erst einmal eine Eispause eingelegt. Nachdem der erste kühlende Effekt eingesetzt hatte, fragte mich Hans, ob mein Auspuff undicht wäre, bzw. warum er den Öl verliert. Nachdem dann mein dummes Gesicht seine Gesichtzüge wieder geordnet hatte, stellten wir eine Undichtigkeit am Federbein fest. Hhhmmmmmmmmmmmmmmm, zurück wollten wir nicht, also weiter. 

Auf die Bahn und direkt verfahren.......ich dachte wir hätten jetzt aber genug. Also in die andere Richtung und nach 12 Kilometern erst einmal wieder ein Päuschen. Diesmal ist der Ventilatorschalter an Hans seiner Goldwing defekt. Also Notreparatur und weiter gehts. 

So sind wir dann auf der Umgehung von Mainz als ich auf einmal Micha nicht mehr sehe. Rechts ran und gewartet. Minuten später kommt Micha` s Frau und ist ganz aufgelöst. Sie hatte Micha aus den Augen verloren und weiß nun nicht was los ist. Wir haben dann erst einmal per Handy versucht Micha zu erreichen. Nach kurzen Klingeln war Micha am anderen Ende. Der Reifen war mitten in der Baustelle geplatzt, zum Glück war weder ihm noch seinem Sohn etwas passiert. Nach kurzem beratschlagen kamen wir zum Ergebnis die gelben Engel zu rufen und das Gespann bei Jörg ab zu stellen. Der Rest der Truppe war schon zum Jörg unterwegs, so das wir auch erst einmal etwas Essen und Trinken konnten.

Nach einer Std. warten kam dann der Gelbe Engel mit dem Flügellahmen Q. Also mußte jetzt von 4 Personen das ganze Gepäck auf 3 Gespanne verteilt werden. Hans wollte schon vorfahren, so das wir zusätzlich auch noch zwei weitere Personen unter zubringen hatten. Nachdem nach einer Stunde alles umgepackt war und Michas PT (wissen jetzt nur eingeweite) endlich Ihr Handyladegerät hatte, ging es dann weiter, wobei ich bis heute nicht weiß warum so ein Ladegerät so wichtig ist wo doch kein 230Volt am Mopped ist....naja Frauen, versteh sie einer. 

Aber erst einmal mußte Jörg tanken. Also sind wir los und kamen mal gerade 3 Kilometer weit, da stand dann Silvia und mit einem kleinen Qualmwolke verabschiedete sich gerade einer der Kontakte des Zündschlosses. Es war einfach zum Kotzen, wollte diese Pannenserie den nicht aufhören ? Nach kurzer Beratschlagung haben wir dann einen Stecker auf das Kabelende gesetzt und auf den Kontakt des Zündschlosses gesetzt. Praktisch das man das Kabel ab Werk auf das Gegenstück aufgelötet hatte. So genügte den ein Taschenmesser, ein Kabelschuh und ein bischen Isoband und wir konnten weiter, hatte ich gedacht ! Kaum waren wir auf der Autobahn, stand Silvia wieder am Straßenrand. Die Prallplatte war nicht richtig eingerastet, so das diese samt Zündschloß sich gelöst hatte und nun fröhlich im Wind tanzte. Mit mächtig dicken Ei... äh Backen habe ich dann die Prallplatte befestigt und es ging endlich weiter. Aber es lagen ja noch knapp 150km vor uns. Wohl gemerkt es waren schon 19Uhr. Super. Nach 9 Std mal gerade 300km geschafft ;-((((((.

 

Auf der Bahn in den Sonnenuntergang hinein......wären nur nicht am anderen Ende dauernd Blitze zusehen gewesen. Zu allen Überfluß kam auf einmal eine Schneewolke auf uns zu!???? Im Mai ?????

Was wie eine Schneewolke aussah war in Wirklichkeit ein riesiger Schwarm Maikäfer. Von weiten sah das wirklich aus wie ein Schneegestöber, knallte aber als wir da durch fuhren ganz schön. An der nächsten Tankstelle haben wir dann erst einmal die ganzen Maikäfer aus den Beiwagen rausgeholt.

Mittlerweile hatte es noch angefangen zu regnen, natürlich wie aus Eimern. Und noch 100km Landstraße im dunklen bei dem Scheißwetter. Und der einzige der den Weg kannte war Jörg.

So sind wir dann wieder los, durch Heidelberg, um Heidelberg und in Heidelberg.......und die DJH Ausweise lagen zu Hause und ich hatte die Schnauze eigentlich voll. Aber aufgeben wollte ich auch nicht.

Stellenweise war der Regen so stark, das man nur noch die Straße erahnen konnte. Mehrmals schwamm das ganze Gespann komplett auf, beim Fahren hatte man das Gefühl es würden einem 2 Schläuche auf die Beine gehalten, sehen konnte man nicht viel aber wir kamen unserm Ziel immer näher.

Nach ungefähr 2,5Std. Landstraße waren wir am Ziel. Silvia weigerte sich auch nur noch eine Meter zu fahren, ich selber war auch Platt.

Dann geschah etwas was ich ehrlich gesagt nicht gedacht hätte und wovon ich bis zum heutigen Tage noch immer begeistert bin wenn es darauf zu sprechen kommt :

2 Vgler fuhren unsere Gespanne zum Platz, mußten allerdings außen durch den Ort, da der Campinplatz natürlich schon lange geschlossen hatte, es war immerhin schon nach 23Uhr. Einige andere kümmerten sich um unsere Kinder. Als wir nach einer Hopfenkaltschale zum Platz gingen waren die Moppeds schon abgerödelt, alle Scheinwerfer der Moppes wurden angemacht und die Zelte wurden mit allen vorhandenen Kräften aufgebaut.

Das war einfach toll. Soviel Hilfe zu bekommen, obwohl man eigentlich das um die Urzeit hätte nicht mehr erwarten dürfen,

 

PHANTASTISCH.

 

Nach ca. 30Min. standen alle Zelte. So konnten wir uns erst einmal am Grill stärken. Nach dem 4 Bier hatte ich allerdings meine Grenze für diesen Tag überschritten. So das ich froh war als ich endlich auf der Matraze lag.

Am nächsten Morgen fuhr ich erst einmal zum Bäcker und zum Metzger. Gestärkt beschlossen wir aufgrund der etwas stürmischen Anfahrt, das wir dieses VG Treffen etwas ruhiger angehen wollten. So machten wir einige kleine Touren durch den Odenwald, während unsere Kinder fast den ganzen Tag mit ihren Freunden unterwegs waren. Wir fuhren über wunderbare kleine Straßen und so manchmal wunderte man sich ob der scheinbar stehen gebliebenen Zeit.

Abends wartete immer ein besonderes Highlight auf uns. Bodo, seines Zeichen Förster, Phantomime und Buchautor, spielte und erzählte jeden Abend etwas aus seinem Buch. Es war schon Klasse zu sehen, das nicht nur kleine Kinder noch so etwas gerne hören. Es war jedes mal für alle ein Erlebnis und die Abende wurden ganz schön lang. Wenn dann Bodo, seine Vorstellung beendet hatte, wurde noch immer in kleiner Runde zusammen gesessen und so einiges an Medizin vertilgt, die der "Zwölfi" bei ausgesuchten Händlern im Saarland eingekauft hatte.

Sonntagsmorgen, fängt es pünktlich nach dem Frühstück zu regnen an. Also bleibt uns nichts anderes übrig als im Strömenden Regen ab zu bauen. Na super, fängt ja prima an. So gegen 12 waren wir dann bereit. Allerdings sind wir nur ein paar Meter weit gekommen. Da ist Petra samt Tochter mit der Solo auf Silvia's Gespann gefallen. Ich sach dann da mal nix zu.

Naja, das wars dann auch, mit defekten. Außer vielleicht, das es in Wiesbaden so beim Tanken geregnet hat, das Wasser beim Tanken über das Dach in den Tank von Silvia reingelaufen ist und das wir auf der Autobahn dann erst mal anhalten mußten weil sich Wasser im Vergaser breitgemacht hatte.

Aber ansonsten war es ein ganz normales Wochenende.