Villa Löwenherz
Eigentlich wollten wir nur eine Nacht bleiben als meine damalige Freundin und ich aus dem verregneten Urlaub(86) zurück kamen. Aus dieser einen Übernachtung wurde fast eine Woche weil es uns so gut gefiel.
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Als einige Jahre später unsere erste Gespanntour mit den Kindern anstand, entschieden wir uns wieder für die Villa, in der Hoffnung, das die Wirtsleute noch immer so nett waren wie wir Sie kennen gelernt hatten. Aber erst einmal zum Anfang der Geschichte:
Nachdem wir einige negative Überraschungen was Übernachtungen betrifft betrifft erlebt hatten, kam meiner weltbesten Sozia der Gedanke noch einmal zur Villa zu fahren. Nach Rücksprache mit Pirones, mittlerweile hatten die Kinder die Villa übernommen, machten wir über Himmelfahrt unsere erste größere Gespanntour mit den Kids.
Donnerstags sollte es losgehen. Also wurde Mittwochs gepackt. Was unsere Kids dann alles mitnehmen wollten, überstieg aber bei weitem das was möglich war. Es erforderte schon großer Überredungskünste das Wochenende ohne Bobbycar und Inlineskater oder alle Kuscheltiere zu verbringen. Auch war es gar nicht so einfach Sebastian davon zu überzeugen, das Mama nun mal ihr Topcase braucht um wenigstens das nötigste mit zu nehmen. Wo doch die Legos doch so toll da rein gepasst hätten.....Als unsere Söhne schlafen gingen, hatten wir dann das meiste verstaut. Hier ein Auto, dort ein paar Legos, die Kühltasche und und und.....
Donnerstag 8 Uhr und die Sonne scheint. Heißa, schnell ein paar Brötchen besorgt und erst einmal den Tag ganz relaxt mit einem guten Frühstück beginnen.
10 Uhr und es nieselt; während Silvia und ich noch überlegen ob es Sinn macht jetzt los zu fahren, erklimmen unsere 3 Helden die Motorräder und sind auch mit viel zureden nicht davon zu überzeugen, noch etwas zu warten. So bleibt uns nichts anderes über als uns anzuziehen und los zu fahren. Das erste Stück unserer 280km langen Anfahrt legen wir auf der Autobahn zurück. So kommen wir zügig voran. Den Kindern macht es Spaß im Beiwagen zu sitzen und bei Kindercola und Gummibärchen geht es im Beiwagen so richtig ab. Nur unser großer schaut ein wenig mißmutig, da er bei Silvia hinten auf der Solo sitzt und außer Kaugummi von Mama gibts nix. Kurz vor unserem Ziel müssen wir durch einen Wolkenbruch der übelsten Sorte. Bei Sichtweite Null retten wir uns unter ein Tankstellendach.
Silvia stellt fest das Ihre Stiefel wasserdicht sind, jedenfalls läuft kein Wasser raus, das sich bei unserem Ampelstop kurz vor der Tankstelle dort hinein verirrt hatte. Naja, alle eine Frage der Sichtweise. Kurze Zeit später sind wir am Ziel und nachdem wir uns umgezogen haben sieht die Welt schon wieder anders aus.

Freitag und ein Super Frühstück erwartet uns. Nachdem wir uns gestärkt haben fahren wir mit strahlend blauen Himmel unseren ersten Tagesziel entgegen. Wir fahren über kurvenreiche Nebenstrecken nach Göttingen. Oftmals führen diese Straßen Kilometerlang durch den Wald. Tief einatmen und den würzig frischen Duft genießen..... es gibt Sachen die sollten nie aufhören.
In Göttingen lassen wir uns von der Altstadt verzaubern, aber es zieht uns weiter in Richtung Harz. Wir fahren einfach drauf los und über viele Kurvenreiche Straßen kommen wir nach Braunlage. Dort gehen wir mit den Kids erst einmal Eis essen. Als wir wieder losfahren wollen kommt spontan eine Bäckersfrau aus ihrem Laden und schenkt unseren Männern Brötchen. Ehe wir uns so richtig bedanken können, ist sie schon wieder im Laden. So etwas haben wir auch noch nicht erlebt.... ;--))))) Auf dem Heimweg zur Villa, kommen wir noch an dem ein oder anderen Motorradtreffpunkt vorbei. Diese sind allerdings in der Woche nicht so stark freguentiert.


Samstag und heute ist Relaxen angesagt. Wir fahren nach Höxter. hier genießen wir den Markt bummeln ein bißchen durch die historischen Gäßchen. Nach Geschäftsschluß fahren wir über kleinste Nebenstrecken zurück zur Villa. Es ist so heiß das das Fahren fast zur Qual wird. Also genießen wir den Rest vom Tag in der Villa. Lassen uns von der gutem Kuchen und die Tortenauswahl im Haus überraschen und beenden den Tag mit einem phantastischen Chinesichem Buffet. So schön kann Moppedfahren sein.

Sonntag, verdammt neblich, nicht nur draussen. Packen, Frühstücken, Losfahren. Nach anfänglich schlechtem Wetter, zeigt sich der Sonntag von der schönsten Seite. Wir genießen die Rückfahrt durch das Sauerland in vollen Zügen und haben uns vorgenommen die Villa mal wieder zu besuchen.
